Petition zur Änderung des Waldgesetzes Brandenburg

Wir fordern die Abschaffung des generellen Leinenzwangs!

Bitte unterzeichnet die Petition, um endlich hundegerechte Auslaufmöglichkeiten bei uns in Brandenburgs Wäldern zu schaffen!

Tierschutz fängt beim eigenen Tier an. Unsere Hunde brauchen Auslauf ohne Leine!

                                                                                                                             
                                                                                                                             

An alle verantwortungsbewußten Hundebesitzer und die, die es noch werden möchten J

Neben den vielen guten Vorsätzen im Neuen Jahr möchten wir bei uns im Land Brandenburg an erster Stelle die Freilaufmöglichkeiten für unsere Hunde im Wald gesetzlich durchsetzen. Bisher ist hier durch das Waldgesetz das ganze Jahr über immer ein strikter Leinenzwang vorgeschrieben. Die meisten wissen das gar nicht und hatten auch noch nie Ärger mit den Jägern. Bei uns esakliert das aber zur Zeit, das Verhalten der Jäger ist nicht mehr tragbar. In den meisten anderen Bundesländern gibt es den Leinenzwang in der Form nicht, und es funktioniert auch mit gegenseitiger Rücksichtnahme.  Dieser Leinenzwang läßt sich nicht mit den Vorstellungen zur artgerechten Hundehaltung vereinbaren. Trainingsmöglichkeiten, abwechslungsreiche Spaziergänge, Sozialkontakte sind theoretisch nicht möglich, wenn man sich denn an dieses Gesetz halten würde. Bitte unterzeichnet die Petition, auch wenn Ihr nicht aus Brandenburg kommt. Es betrifft auch alle, die vielleicht mal mit Hund in Brandenburg Urlaub machen möchten.

Normalerweise sollte das Waldgesetz ja auch "nur" im Wald gelten. Aber immer wieder werden Hundebesitzer von den Jägern auch an Feldern und Wiesen belästigt und beschimpft. Dadruch sinken die Freilaufmöglichkeiten quasi auf Null. Eine öffentliche Stellungnahme vom Jagdverband Senftenberg und vom Nabu Senftenberg bestätigt den Leinenzwang ind Wald UND Feld. Weiterhin wird dort gefordert, dass sich jeder Hundehalter vorher überlegen möchte, ob sein Haus und sein Grundstück eine artgerechte Hundehaltung ermöglichen. Ansonsten würden Laufen am Fahrrad und Schleppleine ausreichend Bewegung verschaffen. Diese Einstellung ist einfach nur traurig.

Nachlesen kann man den Artikel hier

Jagdverband und NABU Senftenberg

Bitte helft uns, diesen Mißstand endlich zu beseitigen!


Dankeschön

Zur Petition --->

Zeichnungsende ist der 17.05.2016

www.waldpfoten.de

 

Gründe, warum der Leinenzwang abgeschafft werden soll:

Hunde brauchen freien Auslauf. Sie müssen ihrem Laufbedürfnis nachkommen können, die Umgebung erkunden und auch ungezwungen in Kontakt zu ihren Artgenossen treten. Verschiedenste Möglichkeiten, einen Hund vernünftig und artgerecht auszulasten, sind angeleint so gut wie unmöglich. Alle wollen gut erzogene, gut sozialisierte Hunde. Dafür müssen wir unseren Hunden aber auch die Möglichkeit geben, ihren Bedürfnissen nachzukommen. Mit einem generellen Leinenzwang erzieht man sich höchstens leinenbedingte Aggressionen.

Der Leinenzwang im Waldgesetz Brandenburg widerspricht der im Tierschutzgesetz geforderten artgerechten Haltung von Tieren. Das Bestehen einander widersprechender Gesetze, also zum einen das bundesweit geltende Tierschutzgesetz und das auf das Bundesland Brandenburg beschränkte Waldgesetz, bedeutet, dass der Hundebesitzer regelmäßig eine Entscheidung treffen muss, gegen welche Vorschrift er verstößt. Gesetzeswidrig handelt er mit Leine und ohne Leine in jedem Fall.

Im Zusammenhang mit der Hundehalterverordnung und zusätzlichen kommunalen Verordnungen sind auch innerorts eigentlich keine Freilaufmöglichkeiten vorhanden. Der Forderung zur Ausweisung geeigneter und für Jedermann erreichbarer Hundeauslaufgebiete bzw. Freilaufgebiete wird in den meisten Kommunen im ländlichen Bereich nicht nachgekommen. Man möge sich doch einmal das Leben eines Hundes vorstellen, dem dann noch nicht einmal ein eigenes Grundstück zur Verfügung steht. Entsprechend der brandenburgischen Gesetzgebung ist sein gesamtes Leben in der Außenwelt auf wenige Meter Leine beschränkt.

Viele Brandenburger Hundebesitzer nutzen die Auslaufmöglichkeiten in den benachbarten Bundesländern, in denen das Thema Leinenpflicht gesetzlich nicht derart restriktiv gehandhabt wird. Wir selber fahren sehr gern mit den Hunden nach Berlin in den Grunewald, weil man dort nicht von Jägern oder privaten Waldbesitzern behelligt wird und die Hunde vor allem Möglichkeiten haben, in Kontakt zu freilaufenden Artgenossen zu kommen. Andererseits sind die Berliner Auslaufgebiete völlig überlastet. Es wäre ein großer Vorteil, wenn nicht nur die Brandenburger, sondern auch die Berliner Hundebesitzer die Brandenburger Wälder mit ihren Hunden ohne Leine betreten dürften.

Aus meiner Erfahrung weiß die Mehrheit der Hundebesitzer gar nichts von dem Leinenzwang in Brandenburg. Die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten werden seitens der Unteren Forstbehörde in dem Bereich sehr selten umgesetzt. Viele Hundebesitzer hatten auch noch nie Ärger mit den Jägern oder Waldbesitzern. Anders sieht es jedoch aus, wenn in anderen Fällen sich keine subsidiär in der Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten zuständigen Personen zu Ordnungsmächten generieren und mitunter auch mit dem Abschuss freigeführter Hunde drohen. Wenn zum einen die Einhaltung des Gesetzes von der originär zuständigen Behörde jedoch kaum verfolgt oder aber nach dem Opportunitätsprinzip regional noch verschieden gehandhabt wird, also einerorts eine Duldung erfolgt und anderenorts mit Repressionen reagiert wird, stellt sich die Frage, wozu der Leinenzwang denn überhaupt gesetzlich vorgeschrieben ist.

Wie eben schon dargestellt, fühlen sich einige Personen nach dem Waldgesetz bemächtigt, eigene „Ordnungsmaßnahmen“ durchzuführen. Mitunter schießen Jäger oder private Waldbesitzer mit ihrem Verhalten dabei gegenüber den Hundebesitzern sehr weit über das Ziel hinaus mit extremen Anfeindungen, Bedrohungen und leider auch mehr. Eine unserer Hündinnen wurde durch einen Jagdpächter absichtlich mit dem Auto angefahren. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat die Klage abgewiesen mit dem Vermerk, der Hund wäre ja freigelaufen und es sei unsererseits nicht korrekt gehandelt worden (Verfahren 1611 Js 13516/14) und hat dem Jäger damit quasi einen Freibrief erteilt. Diese Aussage impliziert, dass auf die Ordnungswidrigkeit des Nichtanleinens des Hundes mit einer Straftat reagiert werden darf.

Die generelle Leinenpflicht ist unverhältnismäßig und beruht auf der unerwiesenen und diskriminierenden Annahme, dass unangeleinte Hunde allgemein eine Gefahr darstellen. Hierzu kann analog u.a. auf das Urteil des OVG Lüneburg (AZ: 11 KN 38/04) von 2004 verwiesen werden, das eine solche Annahme als rechtswidrig verwirft.

Der Gesetzgeber in Brandenburg sollte den Hundebesitzer nicht nur Pflichten auferlegen, sondern auch Rechte einräumen. Das Recht auf artgerechte Haltung des Tieres ist dabei das Wesentlichste.

Sämtliche Brandenburger Hundebesitzer würden von den Freilaufmöglichkeiten ihrer Hunde profitieren. Selbstverständlich soll dies kein Freibrief werden, die Hunde unkontrolliert frei laufen zu lassen. Sicher gibt es auch Hunde, deren Jagdtrieb zu groß ist. Viele Hunde sind auch einfach nur schlecht erzogen. Vielleicht würde hier ebenfalls ein Anreiz gesetzt, sich stärker mit den eigenen Hunden und ihren rassebedingten Eigenschaften auseinanderzusetzen, wenn die Möglichkeit des Freilaufs erst einmal geschaffen wird. Bisher ist dies ja leider sowieso nicht erlaubt. Einem gut erzogenen Hund sollten entsprechend Freiheiten und Freiraum zugestanden werden.

Die Brandenburger Hundeschulen können momentan nicht die gleichen Angebote umsetzen wie Hundeschulen in Bundesländern, wo kein Leinenzwang herrscht. Verschiedenste Trainingsmöglichkeiten können nicht angeboten werden, z.B. Gruppenspaziergänge ohne Leine,  Dummytraining, Zughundesport, Mantrailing, da hierfür die Hunde entweder ohne oder an langer Leine geführt werden. Durch die Abschaffung des Leinenzwangs könnten sehr wahrscheinlich neue Kunden gewonnen werden, weil das Trainingsangebot erweitert werden könnte.

Der Tourismus mit Hund hätte große Vorteile von einer Abschaffung der Leinenpflicht. Viele Vermieter bieten ihre Unterkünfte auch für Hundebesitzer an. Leider schreckt der Leinenzwang viele Urlauber ab, da gibt es bisher weitaus attraktivere Möglichkeiten, wo die Hunde dann auch im Urlaub frei laufen dürfen.

Nicht als letzten Punkt, sondern zusammenfassend möchte ich feststellen, das im Endeffekt alle davon profitieren würden, wenn unsere Hunde die Möglichkeit haben, ein gesundes Sozialverhalten ohne Leinenzwänge aufzubauen, wenn sie vernünftig und artgerecht ausgelastet werden.

Ich möchte nochmals anmerken, daß die Abschaffung des Leinenzwangs kein Freibrief werden soll, die Hunde unkontrolliert durch die Wälder jagen zu lassen. Gegenseitige Rücksichtnahme wird vorausgesetzt.

Wir empfehlen eine Orientierung am Waldgesetz für den Freistaat Sachsen (SächsWaldG), bei dem in § 11 Abs. 2 SächsWaldG eine vernünftige Richtlinie der allgemeinen Rücksichtnahme und Wohlverhaltenspflicht für alle Waldbesucher verankert ist.

§11 Absatz 2 SächsWaldG: „Das Betreten des Waldes erfolgt auf eigene Gefahr. Wer den Wald betritt, hat sich so zu verhalten, dass die Lebensgemeinschaft Wald und die Bewirtschaftung des Waldes nicht gestört oder gefährdet, der Wald und die Einrichtungen im Wald nicht beschädigt, zerstört oder verunreinigt werden sowie die Erholung anderer Waldbesucher nicht beeinträchtigt wird.“

 Auch hier hat der Gesetzgeber gemäß § 52 Abs. 2 Nr. 2 bei entsprechend gesetzeswidrigen Verhalten die Möglichkeit der Verfolgung als Ordnungswidrigkeit eröffnet. Dieses ist bei einer Änderung des Waldgesetzes in Brandenburg zu berücksichtigen.

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